Sozialprojekt "VRmobil" 2026
Hilfe für Helfer: Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg knacken Marke von 2.000 gespendeten Fahrzeugen
2.000 gespendete Fahrzeuge für soziale Einrichtungen und Vereine in weniger als 20 Jahren – das ist die beeindruckende Bilanz des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. Am heutigen Donnerstag (25. Juni) haben die Genossenschaftsbanken im Land 89 Autos und Transporter an gemeinnützige Institutionen aus dem ganzen Südwesten übergeben, und damit die Marke von 2.000 Fahrzeugspenden des im Jahr 2008 ins Leben gerufenen Sozialprojekts „VRmobil“ geknackt. „Das genossenschaftliche Prinzip ‚Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam‘ wird hier auf wunderbare Weise lebendig. Weil Menschen vor Ort aneinander denken und sich füreinander einsetzen, entsteht ein starkes soziales Netz direkt in den Quartieren. Dieses solidarische Miteinander stärkt den Zusammenhalt in unserem Land nachhaltig“, sagte Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand anlässlich der Fahrzeugübergaben.
Insgesamt wurden 56 VW Polos, sieben vollelektrische VW ID.3, vier VW Caddy und 22 VW Transporter – davon vier elektrische – überreicht. Diese starteten unmittelbar nach dem Festakt zu einer Sternfahrt zu den sozialen Einrichtungen – wie etwa zur Lebenshilfe Ravensburg, der Sportvereinigung Winnenden, der Diakoniestation Nagold, der Sozialstation Oberer Hegau oder dem Hospizdienst Bad Schussenried. Die Fahrzeuge stehen den Sozial- und Pflegediensten auf Leasingbasis für drei Jahre zur Verfügung, was einer Gesamtspende von fast 1,4 Millionen Euro entspricht. 5,3 Millionen Kilometer können die VRmobile in dieser Zeit insgesamt zurücklegen. „Die Fahrzeuge sind in ihren Bestimmungsregionen erfahrungsgemäß permanent unterwegs. Sie werden oft dringend benötigt und helfen den Einrichtungen bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben“, betonte Jürgen Rehm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. Weiter sagte Rehm: „Mit dem Projekt „VRmobil“ beweisen die Volksbanken und Raiffeisenbanken eindrucksvoll, was genossenschaftliches Engagement bewirken kann: Mobilität schaffen, Gemeinschaft stärken und Verantwortung leben.“
Carsten Eisele, Vorstand des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), betonte: „Die Übergabe der VRmobile zeigt, wie genossenschaftliches Engagement ganz konkret im Alltag ankommt. Aus den Regionen für die Regionen unterstützen die Genossenschaftsbanken Menschen und Einrichtungen, die Verantwortung für andere übernehmen. Damit stärken sie nicht nur die Mobilität der Organisationen, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.“ Genossenschaften seien mehr als eine besondere Rechtsform, betonte Eisele. „Füreinander einzustehen, Zusammenhalt zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, gehört zu unserem Selbstverständnis. Genossenschaften handeln stets mit dem Anspruch, tragfähige Lösungen für die Menschen und Regionen zu entwickeln.“
Die Spendensumme stammt aus den Reinerträgen des VR-GewinnSparens. Damit machen die Bankkunden selbst die Unterstützung der ehrenamtlichen und sozialen Arbeit in Baden-Württemberg möglich. Rund 450.000 Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg haben jeden Monat bei ihrer Bank insgesamt mehr als 1,4 Millionen Lose des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg erworben.
Das Prinzip ist ganz einfach: Ein Los kostet zehn Euro, davon gehen 7,50 Euro auf ein Sparkonto und 2,50 Euro sind der Spieleinsatz. Von diesem Einsatz werden rund 63 Cent an gemeinnützige Einrichtungen, Kindergärten, Schulen oder Sport- und Musikvereine in der jeweiligen Region gespendet. Mitglieder des Gewinnsparvereins sind 89 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. „Das gesamte Spendenaufkommen wird sich dieses Jahr auf etwa elf Millionen Euro belaufen. Damit unterstützen Gewinnsparerinnen und Gewinnsparer soziale Einrichtungen in ihrer Region in herausragender Art und Weise“, so Jürgen Rehm.
Viele Einrichtungen können die Fahrzeuge auch nach den drei Jahren weiter nutzen. Die allermeisten VRmobile werden von den Volksbanken und Raiffeisenbanken nach Ablauf des Leasingvertrags komplett an die sozialen Einrichtungen gespendet.